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Graduation

Autor: JuliaWaczynski | Datum: 03 Dezember 2016, 10:35 | 0 Kommentare

Schon seit dem ich begonnen habe im Kgothatso zu arbeiten, wurde auf den heutigen Tag hin gefiebert. Jede Woche wurde für die Graduation geprobt, die Kids konnten ihren Text auswendig, die Lieder und die Bewegungen dazu. Auch ich habe mich dabei erwischt, wie ich den ganzen Text mitreden konnte, alle Lieder mitsingen konnte und den Ablauf inzwischen auswendig kannte. Für mich war es auf jeden Fall sehr aufregend all das mitzuerleben, denn ich habe noch nie eine „Graduation“ dieser Art miterlebt.

So wurde schon Wochen vorher alles vorbereitet, Geschenke für die Kinder wurden eingekauft, es wurde besprochen, welche Gerichte es gibt und alles wurde auf Vordermann gebracht. Dabei halfen natürlich alle mit. Ich hätte nie gedacht, dass eine Graduation so viel Arbeit ist. Besonders in der Woche vorher wurde es ein bisschen wuselig denn es musste so viel Vorbereitet werden. Gemeinsam schmückten und dekorierten wir die Kirche, baute die Elektronik auf und gruben den Garten um, sodass alles hübsch aussieht. Vor der Kirche wurde ein riesen Zelt  aufgebaut. Am Tag selber, der 23.November fing der Tag früh an, um 6 trafen wir uns zum Vorbereiten. Einige Mütter kamen auch, denn es wurde für alle gekocht. Da es ganz schön schwierig ist eine so riesen Menge  mit dem Herd zuzubereiten, wurde das Essen in großen Kesseln gekocht, welche auf einem Feuer gestellt werden. Dafür wurden vorher riesen Äste gebracht. Als ich erzählte, dass wir ab und zu mal Lagerfeuer zuhause machten, wurde mir die Aufgabe zugesprochen das Feuer zu legen. An dieser Stelle, Danke Papa dass du mir beigebracht hast, wie man Feuer macht, sonst wäre es ganz schön peinlich gewesen, eine so leichte Sache wie Feuer machen, nicht hinzubekommen. Zum Glück hat alles geklappt und das Feuer zum Kochen brannte.

Dann hieß es das Essen vorzubereiten. Gemeinsam mit zwei Müttern pellten Doris und ich Kürbisse und schnitten diese in Würfel. Neben uns wurde der Kohl klein geschnitten, für den Salat. Andere pellten die rote Bete und schnitten diese auch in kleine Würfel, sodass daraus ein Salat gemacht wurde. Andere bereiteten das Rind und Hühnerfleisch vor. Dazu gab es Reis. Wahrscheinlich gab es noch viel mehr leckere Dinge, doch mehr fällt mir grade nicht mehr ein. Was ich jedoch sagen kann, am Ende des Tages, als das Essen fertig war, haben alle das Essen genossen und ich ziehe wieder einmal meinen imaginären Hut vor den Köchinnen.

Während draußen gekocht wurde, wurden die letzten Vorbereitungen in der Kirche getroffen. Auch im Klassenraum fanden die letzten Vorbereitungen statt. Inzwischen sind die Kinder eingetroffen. Als ich in den Klassenraum kam, frühstückten sie wie jeden Morgen, doch etwas war anders. Die meisten trugen neue Frisuren, ein paar Mädels durften Lippenstift von den Müttern tragen und nach dem Essen wurden die Kleider gewechselt und alle schlüpften in schicke Kleider und Hemden.  Kurz bevor das Programm begann, versammelte ich mich mit den anderen Lehrerinnen im Büro und wir wechselten auch schnell unsere Kleider, denn natürlich ist die Graduation ein Grund sich ein wenig herauszuputzen. Dann endlich fing das Programm an. Die Kinder gingen nach vorne, wo für jedes Kind ein Stuhl bereitgestellt wurde. Links daneben stand ein schick geschmückter Tisch, wo die „wichtigen“ Leute ihren Platz fanden, unter Anderem saßen dort einige Besucherinnen und die Pastorin. Doris und ich sorgten während des Programmes dafür, dass keiner verdurstete und halfen danach beim Verteilen des Essens.  Leider habe ich nicht ganz so viel vom Programm mitbekommen, aber ich kannte ja den Inhalt und ein netter Fotograf gab mir die Bilder von den Auftritten der Kinder, sodass ihr euch auch einen Eindruck machen könnt, wie es aussah.

Das Programm startete mit dem Einlaufen der Kids, danach wurden einige Dinge aufgesagt und gesungen, wie ein Lied über Formen, Straßenregeln etc. Gedichte wurden aufgesagt, zwei Kinder zeigten mit Hilfe eines Projektors, dass sie das ABC, sowie ihren Namen auf dem Computer schreiben konnten, es wurde Polka getanzt und die Weihnachtsgeschichte wurde als Theaterstück vorgeführt.

Nach dem Programm wurden die Zertifikate verteilt, sowie Geschenke und natürlich wurde alles mit der Kamera festgehalten und einige Erinnerungsbilder wurden geschossen.

Und da war das große Ereignis auch schon vorbei, dann hieß es natürlich aufräumen…

Wow, was ein Tag. So eine Graduation ist viel Arbeit aber auch sehr schön mitzuerleben. Als ich die Kids vorne stehen gesehen habe, war ich ganz stolz auf die Kleinen, die alles gemeistert haben, als wären sie schon so groß. Ein bisschen traurig machte mich die Graduation schon, denn einige der Kinder werden im Januar nicht mehr zum Kgothatso kommen, denn sie werden die örtlichen Schulen besuchen. Noch ganz habe ich es nicht realisiert aber ich bin mir sicher, dass sie fehlen werden.

Am nächsten Tag trafen wir uns noch einmal auf der Arbeit um die letzten Dinge aufzuräumen und dann hieß es Abschied nehmen für 4 Wochen. „Julia, come and hug me!“ sagte Mma Monametsi, da merkte ich, wie wohl ich mich inzwischen auf der Arbeit fühle und merkte auch, dass ich die Kinder aber auch die Mitarbeiterinnen den Dezember über vermissen werde.

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